Die Arbeiten des Büros von Adrian Streich sind nicht zahlreiche Realisierungen, doch was das Büro verlässt – sei es Wettbewerb oder Baupläne – besitzt eine Vielschichtigkeit, die sich in der Grundrissdisposition, Materialwahl, topografischer Einbindung, Raumentwicklung und/oder Fassadengestaltung manifestiert. Zwar hat man gleich bei der ersten Begegnung den Eindruck von Überdurchschnittlichkeit, doch erst das genaue Hinsehen offenbart das Potential der Architekturen, die meist größere Wohnneubauten oder die Sanierung von Wohnanlagen der 70er Jahre umfassen.
Den Einstieg in die Besonderheiten der hier dokumentierten Wohnhäuser entschlüsselt sich dem Leser jedoch nicht allein über die Projektbeschriebe, Bilder und Pläne. Dem Anspruch der von Heinz Wirz herausgegebenen Architekturreihe entsprechend ist der einleitende Essay von Tibor Joanelly geeignet, sich das übersichtliche Werk von Adrian Streich im Kontext der zeitgenössischen Schweizer Architektur vorzustellen und hier auf den vorderen Plätzen zu sehen. Eine positive Entdeckung in mancherlei Hinsicht.


de aedibus 33 - Adrian Streich
Quart Verlag
ISBN 978-3-03761-007-7
Fadengeheftete Broschur Deutsch/Englisch
72 Seiten, 22,5 x 29 cm, 91 Farb- und 16 s/w- Abbildungen, 61 Pläne

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